Neugierig sein und den Weg gehen: Eine Karriere im Ingenieurwesen mit Noora Farzana
Wie sieht eine Karriere im Ingenieurwesen heute wirklich aus?
Von der Entwicklung kritischer Komponenten für Transportsysteme bis hin zur Arbeit an der Spitze digitaler und nachhaltiger Technologien – das Ingenieurwesen ist vielfältiger und wirkungsvoller, als vielen Menschen bewusst ist. Für Noora Farzana, Konstrukteurin im NPD-Team für industrielle Automatisierung bei IMI in Großbritannien, ist es eine Karriere, die auf Neugier, Durchhaltevermögen und kontinuierlichem Lernen basiert.
Der Neugier ins Ingenieurwesen folgen
Nooras Weg ins Ingenieurwesen begann schon früh, inspiriert davon, wie ihr Vater Geräte für Großküchen entwarf und entwickelte. Die Zeit in diesem Umfeld weckte ein langanhaltendes Interesse daran, wie Dinge funktionieren und wie sie verbessert werden können. Diese Neugier prägte letztendlich ihre Entscheidung, Maschinenbau zu studieren und eine Karriere aufzubauen, in der sie reale Herausforderungen löst.

Herausforderungen in einem traditionell männerdominierten Bereich meistern
Während ihr frühes Interesse instinktiv war, wurde ihr die Realität des Ingenieurwesens an der Universität deutlicher bewusst, wo weibliche Studierende deutlich unterrepräsentiert waren. Von rund 220 Studierenden in ihrem Studiengang waren nur vier weiblich. In den Anfängen ihrer Karriere stieß Noora zudem auf Herausforderungen, sich Gehör zu verschaffen – etwas, das viele Frauen im Ingenieurwesen auch heute noch erleben.
Anstatt sie zurückzuhalten, halfen ihr diese Erfahrungen, Widerstandsfähigkeit aufzubauen, ihr technisches Fachwissen zu erweitern und ihren Wert durch Beiträge und Ergebnisse unter Beweis zu stellen. Diese Einstellung hat eine Schlüsselrolle bei ihrem beruflichen Aufstieg im Ingenieurwesen gespielt und ist auch heute noch ihre Triebfeder.
Lösungen entwickeln, die in der Praxis überzeugen
Einer der jüngsten Höhepunkte in Nooras Karriere war die Arbeit an der Entwicklung eines verbesserten Magnetventils für Transportanwendungen. Dabei handelte es sich nicht einfach um eine reine Konstruktionsaufgabe. Das Projekt umfasste die Bewältigung bestehender technischer Herausforderungen, die Auswahl neuer Werkstoffe, die Berücksichtigung von Herstellbarkeit und Montage sowie die enge Zusammenarbeit mit Teams über den Bereich der Konstruktion hinaus.
Das Ergebnis ist nicht nur eine Produktverbesserung, sondern ein tieferes Verständnis dafür, wie technische Lösungen über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg funktionieren müssen – vom Konzept über den Prototypenbau bis hin zur Produktion und Zuverlässigkeit im Einsatz.
Warum es im Ingenieurwesen um kontinuierliches Lernen geht
Für Noora ist die Vielfalt einer der lohnendsten Aspekte des Ingenieurwesens. Kein Tag gleicht dem anderen. Ihre Aufgaben reichen von der Entwicklung neuer mechanischer Konzepte über die Lösung komplexer Konstruktionsherausforderungen bis hin zur Anpassung von Lösungen an sehr unterschiedliche Branchenanforderungen. Angesichts der rasanten technologischen Entwicklung ist ständiges Lernen unerlässlich. Diese kontinuierliche Weiterentwicklung ist es, die das Ingenieurwesen sowohl herausfordernd als auch lohnend macht.
Die Rolle der Technologie bei der Gestaltung der Zukunft des Ingenieurwesens
Mit Blick auf die Zukunft interessiert sich Noora besonders für Technologien, die sowohl die Effizienz als auch die Nachhaltigkeit verbessern. Fortschritte in den Bereichen Zustandsüberwachung, digitale Vernetzung und Simulationswerkzeuge verändern die Art und Weise, wie Ingenieure Systeme entwerfen, testen und optimieren, und ermöglichen intelligentere, vorausschauendere und effizientere Lösungen. Für Noora ist die Möglichkeit, mit diesen neuen Werkzeugen zu arbeiten, einer der spannendsten Aspekte des modernen Ingenieurwesens.
Die nächste Generation von Ingenieuren fördern
Noora setzt sich leidenschaftlich dafür ein, mehr junge Frauen zu ermutigen, das Ingenieurwesen als Beruf in Betracht zu ziehen.
Ihr Rat ist einfach: Seid neugierig, stellt Fragen und lasst euch nicht von veralteten Vorstellungen davon, wie das Ingenieurwesen aussieht, abschrecken.
Es gehe nicht nur um Fabriken, schwere Maschinen oder Schutzhelme, sagt sie. Mit einer soliden Grundlage in Mathematik und Naturwissenschaften sowie der Bereitschaft, ständig dazuzulernen, bietet das Ingenieurwesen vielfältige Karrierewege, Möglichkeiten zur Innovation und die Chance, bedeutende, globale Herausforderungen zu lösen.
Warum dies für das moderne Ingenieurwesen wichtig ist
Geschichten wie die von Noora verdeutlichen einen wichtigen Wandel im heutigen Ingenieurwesen. Es wird zunehmend interdisziplinär, ist auf funktionsübergreifende Zusammenarbeit angewiesen und wird von Nachhaltigkeit, Digitalisierung und praxisorientierter Leistung vorangetrieben. Vor allem zeigt es, dass Ingenieurwesen nicht durch einen einzigen Karriereweg oder ein bestimmtes Profil definiert wird, sondern durch Neugier, Kompetenz und die Bereitschaft, ständig dazuzulernen.
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