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Was ist ein Filterregler?

5. März 2019

In diesem Artikel wird erklärt, was ein Filterregler ist, wie er funktioniert und welche Auswahlkriterien wichtig sind.

Was ist ein Filterregler

Filter und Druckregler sind als separate Bauteile oder als Filterregler einer Kombination aus Filter und Druckregler in einem Gerät erhältlich. Der Vorteil bei dieser Variante besteht in einem geringeren Platzbedarf (ein statt zwei Einzelgeräte). Je nach gewählter Verbindungstechnik/Zustand der Verbindung zwischen zwei Einzelgeräten, ist zudem die Wahrscheinlichkeit potentieller Leckagen verringert und unter Umständen je nach Ausführung wird die Leistung optimiert.

Wie arbeitet ein Filterregler?

Filterregler 1

Ein Filterregler besteht aus zwei Funktionseinheiten in einem Gerät. Im unteren Bereich die Standard - Druckluftfilterung mit Entwässerung (kein Wasserdampf!), Filterelement 40 und 5µm sowie dem Kondensatablass. Im oberen Bereich direkt nachgeschaltet die Standard – Druckreglung. Wie auch Druckluftfilter müssen Filterregler aufgrund Kondensat/Kondensatentleerung immer vertikal eingebaut werden, d.h. im Falle des Filterreglers immer mit Regler-Einstellknopf nach oben. Dort wo es in vertikal sehr beengten Einbauräumen nicht möglich ist, den Reglerknopf nach oben zu platzieren, muss statt Filterregler auf zwei Einzelgeräte Filter + Druckregler (mit Knopf nach unten) zurückgegriffen werden.

Wie funktioniert ein Filterregler?

Filterregler 2

Druckluft passiert den Einlass des Filterreglers und wird im unteren Filterteil über die Drallscheibe in eine spiralförmige Bewegung versetzt. Dadurch werden Flüssigkeitsteilchen und gröbere Verunreinigungen gegen die Behälterwandung geschleudert und fallen zum Behälterboden. Von dort wird es über den Ablass je nach gewählter Option manuell oder vollautomatisch abgelassen. Die Trennkappe schützt davor, dass bereits am Behälterboden befindliches Kondensat nicht wieder mitgerissen wird. Die Druckluft durchströmt anschließend das Filterelement an dessen Oberfläche Partikel je nach gewählter Option bis 40µm oder 5µm ausgefiltert werden. Die saubere Druckluft fliest anschließend in den oberen Reglerteil des Filterreglers. Durch Drehen des Einstellknopfes wird die Einstellfeder des Druckreglers ge- oder entspannt. Je höher die Spannung der Feder desto höher die Kraft und der damit korrespondierende Ausgangsdruck P2 des Filterreglers. Die Kraft der Einstellfeder wirkt dabei auf den Federteller der Membrane und öffnet bzw. schließt darüber das darunter kraftschlüssig verbundene Ventil. Durch Öffnen des Ventils fließt Druckluft vom Einlass (Eingangsdruck P1) zum Auslass des Druckreglers. Es baut sich im System ausgangsseitig des Druckreglers und gleichzeitig unterhalb der Membrane ein Druck auf. Sobald dabei die Kraft unterhalb der Membrane höher ist wie die oberhalb der Membran wirkenden Kraft der Einstellfeder, schließt das Ventil wieder, der eingestellte Ausgangsdruck P2 ist erreicht. Sobald ausgangsseitig des Druckreglers wieder Druckluft entnommen wird, fällt der Ausgangsdruck und somit auch die Kraft unterhalb der Membrane ab, das Ventil öffnet und Druckluft strömt von der Eingangs- zur Ausgangsseite bis der eingestellte Druck P2 wieder erreicht ist. Dieser Prozess ist kontinuierlich und hält somit P2 immer auf einen bestimmten Wert.

Wie wähle ich den richtigen Filterregler aus?

Bei der Auswahl des richtigen Filterreglers für eine bestimmte Anwendung sind mehrere Faktoren zu berücksichtigen. Nachgeschaltete Bauteile - Überprüfen Sie immer die Spezifikationen der nachgeschalteten Bauteile/Werkzeuge. Welche Reinheit der Druckluft wir vorgegeben und welcher optimaler Druck wird benötigt? Betriebsmedium - obwohl wir uns auf Druckluft als Medium konzentrieren, sind auch Anwendungen mit anderen Gasen möglich. Allerdings ist immer zwingend erforderlich zu prüfen/nachzufragen, ob das jeweilige Gas in Verbindung mit dem ausgewählten Filterregler einsetzbar ist. Filterregler können allerdings nicht für Flüssigkeiten eingesetzt werden. Betriebsdruck und Temperatur - Welcher max. Eingangsdruck und welche max. Betriebstemperatur (entscheidend z.B. für die richtige Auswahl des Behälters – Kunststoff oder Metall).

Regelbereich -. welcher geregelte Ausgangsdruck wird benötigt? Filterelement – welche Filter-Porenweite wird benötigt?

Kondensatablass - welcher Ablass wird benötigt? Nicht nur, aber gerade in schwer zugänglichen Bereichen empfehlen wir Druckluftfilter mit vollautomatischer Entleerung. Bei Filtern mit manuellem Ablass muss das regelmäßige rechtzeitige manuelle Ablassen sichergestellt sein (Wartungs-/Reinigungsplan etc.) Durchfluss - welche Durchflussanforderung ergeben sich aus der Anwendung an den Filterregler? Ein zu klein dimensionierter Filterregler führt unter anderem zu höherem Druckverlust verbunden mit unnötig hohen Energiekosten.

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